Zeugnis Göttingen

Zeugnis

Arbeitnehmer haben bei Beendigung des Arbeitverhältnisses Anspruch auf ein Zeugnis. Ein solches muss wahr, aber auch wohlwollend sein. Hier hat sich eine Zeugnissprache entwickelt. Die Worte sind wohlklingend, verbergen aber durchaus negative Beurteilungen. Formuliert z. B. ein Arbeitgeber in Göttingen: „Er erfüllte die Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit“, so ist dies nur eine befriedigende Benotung. „Sein Verhalten zu Mitarbeiter und Vorgesetzen war vorbildlich“ ist ebenfalls nur befriedigend, da der Vorgesetzte an zweiter Stelle genannt wird. Selbstverständlichkeiten „Er war immer pünktlich“ haben in einem Zeugnis nichts verloren. Fehlen am Schluss der „Dank für die geleistete Arbeit“, ein „Bedauern des Ausscheidens“ oder die „guten Wünsche für die Zukunft“ ist dies ebenfalls negativ zu bewerten. Liegt das Ausstellungsdatum deutlich nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, spricht dies Dafür, dass um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder um das Zeugnis ein Rechtsstreit, z. B. vor dem Arbeitsgericht Göttingen, geführt worden ist.

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